Geschwister-Scholl-Realschule    
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Ablauf bei Verdacht oder Meldung einer Corona Erkrankung

Das neue Schuljahr in Baden-Württemberg startet nächste Woche mit Präsenzunterricht. Was aber passiert bei einem Corona-Fall? Bei welchen Symptomen müssen Schüler zu Hause bleiben?

Wenn am Montag in Baden-Württemberg das neue Schuljahr startet, sollen möglichst alle Schülerinnen und Schüler wieder in der Schule unterrichtet werden. Einen Abstand müssen die Kinder und Jugendlichen untereinander nicht einhalten. Erst ab der 5. Klasse gilt außerhalb des Unterrichts auf dem Schulgelände Maskenpflicht.

Corona-Verdachtsfälle und Covid-19-Erkrankungen an Schulen werden wahrscheinlich nicht ausbleiben. Und für viele Eltern stellt sich dann die Frage: Was heißt das für mein Kind? Wie schnell geht es vom Präsenzunterricht wieder ins Homeschooling? Dazu haben wir folgende Fragen und Antworten zusammengestellt:

Corona-Verdacht: Wann sollten Kinder und Jugendliche der Schule fernbleiben?

Tritt bei Schülerinnen oder Schülern eines der folgenden für Covid-19 typischen Symptome auf, dürfen sie das Schulgelände nicht mehr betreten:

  • Fieber ab 38 Grad Celsius
  • Trockener Husten (nicht durch eine chronische Erkrankung wie beispielsweise Asthma verursacht)
  • Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns (nicht als Begleitsymptom eines Schnupfens)

Treten die Symptome erst in der Schule auf, kann diese eine Abholung veranlassen. Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen ist kein Ausschlussgrund - genauso wie leichter oder gelegentlicher Husten beziehungsweise Halskratzen.

Ob bei Corona-Symptomen ein Arzt zurate gezogen werden sollte, entscheiden die Erziehungsberechtigten. Wird kein Arzt kontaktiert, muss das erkrankte Kind mindestens einen Tag fieberfrei und in gutem Allgemeinzustand sein, bevor es wieder in die Schule gehen kann.

Ist den Eltern eine ärztliche Absicherung lieber und veranlasst der Arzt einen Corona-Test, muss das Ergebnis in Quarantäne abgewartet werden. Ist das Ergebnis negativ, gilt für den Schulbesuch das gleiche, wie wenn man keinen Arzt kontaktiert hätte: Das Kind muss sich wieder mindestens einen Tag gut fühlen und fieberfrei sein, bevor es in die Schule darf.

Ist das Testergebnis positiv, muss der Schüler oder die Schülerin mindestens 48 Stunden symptomfrei sein und darf frühestens zehn Tage nach Beginn der Symptome wieder die Schule besuchen. Ein ärztliches Attest ist hierfür nicht nötig. Im Zweifelsfall kann die Schule sich jedoch eine schriftliche Bestätigung durch die Eltern vorlegen lassen, dass nach ärztlicher Aussage die Unterrichtsteilnahme wieder möglich ist.

Sofern das Gesundheitsamt für gesunde Geschwisterkinder bei einem Verdachtsfall keine Quarantäne erlassen hat, dürfen sie Kindertageseinrichtungen oder Schulen weiter uneingeschränkt besuchen.

Weitere Empfehlungen zum Umgang mit Krankheitssymptomen an Schulen hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg für Eltern und Einrichtungen in einer Handreichung zusammengefasst.

Was müssen Schulen machen, wenn sie einen Corona-Verdachtsfall haben?

Weist eine Person - egal ob Kind oder Lehrkraft - eines der für eine Covid-19-Erkrankung typischen Symptome (Fieber ab 38 Grad Celsius, trockener Husten oder Störung des Geschmacks- oder Geruchsinns) auf, darf sie das Schulgelände nicht mehr betreten.

Schulleitungen müssen Verdachtsfälle ebenso wie nachgewiesene Covid-19-Erkrankungen gemäß Infektionsschutzgesetz an das zuständige Gesundheitsamt melden. Kriterien für einen begründeten Verdachtsfall hat das Robert-Koch-Institut auf seiner Website zusammengestellt. Die Gesundheitsämter ermitteln gegebenenfalls zusätzliche Informationen, bewerten den Fall und leiten die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen ein.

Was passiert bei einer bestätigten Coronavirus-Infektion oder Covid-19-Erkrankung?

Wenn in einer Schule ein Coronavirus-Fall auftritt, ist die Leitung verpflichtet, das dem örtlichen Gesundheitsamt zu melden. So steht es im Infektionsschutzgesetz. Damit das Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen ermitteln und informieren kann, übermittelt die Schule außerdem folgende Kontaktdaten: der Erziehungsberechtigten des Kindes, der betroffenen Schulklasse, des pädagogischen Personals und gegebenenfalls weiterer in der Schule tätiger Personen.

Egal, ob Symptome vorliegen oder nicht: Enge Kontaktpersonen (Kategorie 1) werden nach Bekanntwerden eines Falls auf das Coronavirus getestet und müssen für 14 Tage in Quarantäne. Zur Kategorie 1 zählen Personen, die insgesamt länger als 15 Minuten Kontakt mit der infizierten Person hatten - und zwar von Angesicht zu Angesicht. Außerdem zählen Menschen dazu, die mit Körperflüssigkeiten, insbesondere Atmungssekreten, der oder des Betroffenen in Kontakt kamen.

Alle übrigen an der Schule betreuten beziehungsweise tätigen Personen können sich zudem freiwillig testen lassen. Dies gilt unabhängig davon, ob sie zuvor unmittelbar Kontakt mit der infizierten Person hatten oder Symptome zeigten. Wer beispielsweise nur im gleichen Klassenzimmer saß, trägt ein geringeres Infektionsrisiko (Kategorie 2) und kann selbst über einen Test entscheiden.

Das Gesundheitsamt übernimmt dann in enger Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt die Einleitung entsprechender Maßnahmen zur Eindämmung eines möglichen Ausbruchs. Dabei treffen die Gesundheitsämter Einzelfallentscheidungen, die von der jeweiligen Situation an der Schule und dem Hintergrund des Falls abhängen.

 

 Identifikation und Umgang mit erkrankten Personen: „Symptomatische Personen dürfen (auch bei milden Symptomen) die Einrichtung nicht betreten. Bei Auftreten von Symptomen in der Unterrichts-/Betreuungszeit sind eine umgehende Isolierung und die Eltern auf die Notwendigkeit einer umgehenden ärztlichen Abklärung hinzuweisen. Quarantänemaßnahmen für die Kontaktpersonen sind umgehend und konsequent umzusetzen. Quarantäne und Isolierung (inkl. Aufhebungszeitpunkt/Wiederzulassung) haben gemäß aktuellen Empfehlungen und in enger Abstimmung mit den zuständigen Gesundheitsbehörden zu erfolgen“.

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Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg Stand: 03.07.2020
Vorgehensweise für allgemein bildende und berufliche
Schulen im Zusammenhang mit Coronafällen
Empfehlungen des Landesgesundheitsamtes
Eine der folgenden Informationen wird der Schule mitgeteilt (nicht durch
das Gesundheitsamt):
1) Betrifft kranke oder infizierte Personen:
a) Eine Schülerin, ein Schüler oder eine in der Schule tätige Person zeigt Krankheitssymptome
(typische Krankheitssymptome einer Coronavirusinfektion sind namentlich Fieber, Husten,
Halsschmerzen sowie Geruchs- und Geschmacksstörungen)
 Empfehlung an die Person (bei Kindern und Jugendlichen an die erziehungsberechtigte
Person) telefonisch mit dem behandelnden Hausarzt bzw. Kinderarzt Kontakt aufzunehmen
Hinweis: Es gilt ein Betretungsverbot für die betroffene Person, Schülerin oder Schüler
b) Virusnachweis von SARS-CoV-2 (Nasen-Rachenabstrich) bei einer in der Schule
tätigen Person, einer Schülerin oder einem Schüler
 Kontaktaufnahme durch die Schulleitung mit dem Gesundheitsamt zur Besprechung des
weiteren Vorgehens
 Vorbereitung einer Namens- und Adressliste der betroffenen Personen. Dies sind:
o Klasse incl. Kontaktdaten der erziehungsberechtigten Personen (Telefon-Nr., EMail)
o pädagogisches Personal (Telefon-Nr., E-Mail)
o ggf. weitere in der Schule tätige Personen (Telefon-Nr., E-Mail)
damit das Gesundheitsamt auf dieser Basis die Kontaktpersonenermittlung einleiten kann.
Hinweis: Es gilt ein Betretungsverbot für die betroffene Person, Schülerin oder Schüler
c) Es wird durch einen Arzt ein COVID-19-Krankheitsverdacht festgestellt
 Kontaktaufnahme durch die Schulleitung mit dem Gesundheitsamt (und ggf. der Meldung
nach § 6 IfSG sofern nicht bereits vom Arzt erfolgt)
Hinweis: Es gilt ein Betretungsverbot für die betroffene Person, Schülerin oder Schüler
2) Betrifft Kontaktpersonen:
a) Eine Person hatte einen Kontakt zu einer anderen Person, bei der das Virus
SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde
 Anfragenden ans Gesundheitsamt verweisen, damit dort die Kontaktpersonenermittlung
eingeleitet werden kann
Kein weiterer Handlungsbedarf für die Schule
b) Eine Person hatte Kontakt zu einer Kontaktperson nach 2a)
Kein Handlungsbedarf für die Schule bzw. für die anfragende Person
Wann darf eine Schülerin oder ein Schüler bzw. eine in der Schule tätige Person wieder
in die Schule?
 Für Personen mit einem Coronavirus-Nachweis bzw. enge Kontaktpersonen gelten die Isolations-
bzw. Quarantänevorschriften des Gesundheitsamtes.
 Nach Ablauf der Quarantäne oder Isolation ist zur Wiederaufnahme in die Schule weder ein
negativer Virusabstrichbefund noch ein ärztliches Attest notwendig.
Dies gilt auch, wenn Schülerinnen, Schüler oder in der Einrichtung tätige Personen aus anderen
medizinischen Gründen Symptome zeigen und nach ärztlichem Urteil die Schule wieder
besuchen können.
 Sofern es die Schule im Einzelfall für erforderlich hält, kann sie sich eine formlose schriftliche
Bestätigung vorlegen lassen, dass nach ärztlichem Urteil bzw. Aussage des Gesundheitsamtes
die Schule wieder besucht werden kann. Eine Bestätigung des ärztlichen Urteils bzw. der
Aussage des Gesundheitsamtes durch die erziehungsberechtigte Person bzw. an der Schule
tätigen Person ist in der Regel ausreichend (mit Angabe der behandelnden Ärztin/ des behandelnden
Arztes und Datum der Feststellung).

 

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